Stellungnahme NABU

Am 20.7.21 erfolgte eine umfangreiche Dokumentation der Flora im Bereich der beantragten PV-Anlagen auf und an den Mulkwitzer Hochkippen, durchgeführt durch Herrn Christian Hoffmann, NABU.
Eine detaillierte Stellungnahme wurde veröffentlicht. Diese ist zu lang, um hier veröffentlicht zu werden, kann aber auf Wunsch bei uns eingesehen bzw. verschickt werden.
An dieser Stelle nur mal die Schlussfolgerung, das Fazit der Dokumentation.
Es ging bei dieser Erhebung ausschließlich um die Pflanzenwelt, die Dokumentation Fauna steht noch aus.
Wenn man die Schlussfolgerung liest, kann man ableiten, welchen Stellenwert das Gebiet bekommt, nachdem auch die besonders artenreiche Tierwelt dokumentiert wurde.
Quelle:
Dokumentation der Biotope und Pflanzenvorkommen im Bereich der Planungen für PV-Freiflächenanlagen an den Aussenhalden Mulkwitz und Bahnlinie bis Umspannwerk Graustein.
Durchgeführt durch Christian Hoffmann, Firma Grünplan Hoffmann, Büro für biologische Gutachten, Weisswasser.

Infoveranstaltung in Schleife

Am Donnerstag, 9.9., findet im Saal des SKZ Schleife um 18Uhr eine von der Gemeinde Schleife organisierte Infoveranstaltung zu den PV-Bauvorhaben auf den Hochkippen statt.
Wir bekommen die Möglichkeit, dort unsere BI vorzustellen.
Ansonsten ist es die Chance, klarzustellen, was wir nicht wollen und gut zuzuhören, was dort erzählt wird. Deshalb bitten wir euch, teilzunehmen und auch die Chance zu nutzen, im Rahmen der Diskussion Fragen zu stellen.
Wir Bürger müssen konsequent zeigen, dass die Mulkwitzer Hochkippen kein Bauland sind und dass die Zerstörung dieses Ökosystems ein absolutes „NoGo“ darstellt.
Wir als Bürgerinitiative sind ab 17:30 vor dem Saal. Schließt euch uns an, um mit uns gemeinsam die Veranstaltung zu besuchen.

+++Waldquiz+++Walddiplom+++Waldschützer+++

Ein ganz besonders schönes Highlight gab es gestern auf den Hochkippen. Die Kinder des Schleifer Hortes hatten sich mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht, um die Natur zu erkunden. Hubertus Scammel hatte wieder viele spannende und wissenwerte Sachen zu berichten, die Kinder unendlich viele Fragen und auch Meinungen. Neugierig und aufmerksam konnten wir gemeinsam mit ihnen Tierspuren suchen (und finden!), Naturmaterialien sammeln und bestimmen. Kolossale Hirsche erblickten wir aus der Ferne, winzigen „Geckos“ und Schmetterlingen waren wir ganz nah.

In drei verschiedene Teams aufgeteilt mussten die Schleifer Hortkinder sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen und sind nun verdiente Waldexperten – nach Waldbegehung und Waldquiz mit dem „Walddiplom“ gekürt.

Uns hat es jedenfalls super viel Spaß gemacht und ist auf jeden Fall eine Wiederholung wert! 😁

Beitrag im mdr-Sachsenspiegel

Ein kurzer, aber aussagekräftiger Beitrag im MDR zu unserem Kampf für den Erhalt eines Paradieses.
Unser Kampf, das letzte zusammenhängende Naturareal der Gemeinde zu erhalten, 130 ha Wald vor der Rodung zu bewahren, die Heimat von Tausenden Tieren, davon weit mehr als 100 Arten strengstens geschützt, zu bewahren, das Erbe der fleißigen Erschaffer des Gebietes mit Würde zu behandeln.

Wenn man die „Argumente“ der Gemeinde und des Bürgermeisters in Summe betrachtet, ist man einfach nur noch entsetzt.
Grotesker geht es kaum noch.
Wer Tausende Arbeitsplätze im Bergbau gleichsetzt mit einem irrsinnigen Projekt von dubiosen Investoren, wo 0,0 Arbeitsplätze entstehen und wo die letzte Naturreserve der Gemeinde zerstört werden soll, der leidet unter Realitätsverlust.
Der nächste Tritt in den Hintern unserer Bürger. Unfassbar und einfach nur respektlos.
Bürgerwille, Erbe, Naturschutz, Fakten! All das scheint nichts zu zählen hier.
Die Aussage des Bürgermeisters zeigt auch klar, dass er sehr wohl FÜR das Projekt ist, wo ist eigentlich die stets betonte „Neutralität“?
Ehrlich geht anders, Herr Bürgermeister.
Und diese repektlosen Äusserungen, das immer klarer erkennbare Agitieren für diesen Wahnsinn wird den Bürgern nicht verborgen bleiben!

Nun liegt es an den Behörden, ihre Arbeit zu machen und dieses unsägliche Trauerspiel in die Schranken zu verweisen. (Orga-Team)

Der Link zum Beitrag:

https://www.mdr.de/video/mdr-videos/a/video-543172.html

Schon gewusst?…

Wenn die Pläne (die ja bereits von der Gemeinde Schleife und ihren Räten positiv per Abstimmung bewertet wurden) durchkommen, fallen exakt 131 ha Wald. 131 ha, 131Millionen und nochmal 310 Tausend Quadratmeter, 130 Fussballfelder …. Da sind noch keine Betriebsstraßen, keine Leitungstrassen und auch nicht die geplanten Umspannwerke inbegriffen.
Das nochmal von uns zum Nachdenken, auch für diejenigen, die uns vorwerfen, wir verbreiten Halbwahrheiten, „da ja kein einziger Baum fällt“.
Vielleicht denkt ja irgendwann auch einer der Räte mal darüber nach, welchem Irrsinn er zugestimmt hat.
130 ha sind rund 100000 Bäume.
Schönes Wochenende. (Orga-Team)

Lange Zeit haben wir ja versucht zu verstehen, welche Gründe für die Bebauung eines unterschnittenen Gebietes sprechen könnten.
Wir haben auch danach gefragt und nie plausible Antworten bekommen.

Im Juni dann recherchierten wir zum Thema Regionalplan. Das ist ein Plan, der die regionale Raumplanung regelt. Der derzeit gültige Regionalplan befindet sich in der Fortschreibung, Überarbeitung sozusagen. Zu diesem Entwurf gab es im letzten Jahr für die Gemeinde Schleife die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Da es im Rahmen der Raumplanung Ideen für Windkraftanlagen auf dem Areal der Westkippe gibt und sich dies in der Prüfung befindet, war genau das anscheinend der einzige Dorn im Auge. Aus Sicht der Gemeinde Schleife, voran der OR Mulkwitz, galt es, dies mit allen (!) Mitteln zu verhindern.

❗️Nun wurden allerdings nicht naturschutzrelevante Argumente vorgebracht, sondern es wurde die Bebauung mit Solaranlagen vorgeschlagen, und zwar, bevor irgendein Investor anklopfte❗️

Die Gemeinde selbst war es also, die diese Idee ins Leben rief.
Dies wurde so nie kommuniziert, nicht uns gegenüber, nicht den Bürgern gegenüber und auch sonst nirgends.
Soviel zum Thema Transparenz und Ehrlichkeit. Ganz abgesehen davon, dass nach unserer Kenntnis und nach der Einholung von Auskünften, die Idee „Solar“ das Thema Windkraft nicht außer Kraft setzt. Denn wenn ein Gebiet durch Messungen als exponiert deklariert wird (wenn genug Wind auf einer Fläche vorherrscht, um Strom zu erzeugen), kann diese exponierte Lage natürlich nicht gegen Solar getauscht werden (planerisch), sehr wohl kann beides parallel betrieben werden. Die Stellungnahme der Gemeinde kontra Windkraft ging also höchstwahrscheinlich ins Leere, brachte Solar aber überhaupt erst ins Rennen.
Viele naturschutzrelevanten Fakten, die man durchaus auch gegen WKA ins Feld führen könnte, werden im Falle einer Bebauung durch Solar entkräftet. Sollte also das Planverfahren zu einem positiven Entscheid zugunsten der Bebauung ausgehen und im Anschluss daran der Bau der WKA realisiert werden, dürfen sich die Gemeinderäte fragen, warum sie nicht die Möglichkeit im Rahmen der Planungshoheit ausgenutzt haben und von vornherein einer Bebauung erst einmal rigoros widersprochen haben. Denn der einen Bebauung zustimmen und die andere – aus rein optischen Gründen-ablehnen, ist irgendwie unglaubhaft. Denn Strom kommt ja schließlich nicht einfach aus der Steckdose… 😉 (Orga-Team)

Tag auf der Hochkippe

Ein nicht ganz perfektes, aber spektakuläres Foto von der Plateaufläche Ost.

Eine Rohrweihe auf Ausschau nach Beute, während am Rand der Wiese, außerhalb des Kamerafocus, ein Rudel Rothirsche äst.

Die Rohrweihe, Status „streng geschützt (SG)“ ist laut Roter Liste ein sehr störanfälliger Greifvogel (Störungssensibillität Stufe 3-hoch)
und ein auf der Ostkippe häufig anzutreffender Greifvogel. Aufgrund der hohen Artenvielfalt auf der NICHT INTENSIV genutzten Fläche, die auf dem Papier eine Landwirtschaftsfläche ist, in der Realität aber ein artenreiches Freilandhabitat, gehören neben der Rohrweihe auch viele andere Greifvögel wie Rotmilan, Seeadler, Mäusebussard, Turmfalke oder Schwarzmilan zum Bild der Ostkippe. (Text und Bild Daniel Jakubik)

Rohrweihe und Rothirsche