Zu den geplanten Freiflächen- PVA, die auf und an den Mulkwitzer Hochkippen durchgesetzt werden sollen, wobei allein 131ha Wald fallen sollen, kommt nun mitten im offenen Genehmigungsverfahren ein neues Projekt daher, welches den ganzen Irrsinn um die Hochkippenpläne sogar in den Schatten stellt, wenn es in die B-Planung gehen sollte.

Was wir bisher wissen: Betroffen ist das gesamte nordöstliche Gebiet unterhalb der Mulkwitzer Hochkippen, eine gigantische Fläche von unglaublichen 870 ha, derzeit zu 100% bewaldet mit bis zu 120 Jahre altem Kiefernbestand. Geplant sind:

-ein Werk zur Herstellung von Speichern mit bis zu 150 Arbeitsplätzen -ein stromproduzierendes „ökologisches“ Kraftwerk

-zusätzlich ein Werk zur Herstellung von ökologischen Lebensmitteln, was immer das auch sein mag, mit nochmal „bis zu“ 150 Arbeitsplätzen

– weitere Flächen für Windkrafträder

-eigener Bahnanschluss

Das heißt, ein intaktes zusammenhängendes riesiges Waldgebiet soll in ein Industriegebiet umgewandelt werden! 870ha werden laut Investoren dafür benötigt, diese 870ha sollen laut Aussagen umzäunt und zu Betriebsgelände umgeschrieben werden. Wieviel Fläche der 870ha tatsächlich gerodet werden, wissen wir nicht, was wir aber wissen, ist die Tatsache, dass diese 870ha der Natur genommen werden sollen.

Betriebsgelände sind definitiv keine Naturfläche mehr. Aufgrund der Pläne muss man davon ausgehen, dass großflächige Rodungen angedacht sind. Mehrere hundert ha, wenn nicht sogar alles! In Kumulierung mit den bereits vorliegenden Hochkippenplänen reden wir also mittlerweile von einer Fläche von weit über 1000ha Natur-und Waldverlust. 10 Quadratkilometer.

Ein in Deutschland zweifelsohne einmaliger Vorgang! Nirgends, definitiv nirgends, wird jemand nur ansatzweise eine Fläche dieser Dimension opfern wollen! Und das ausgerechnet in Schleife, dem Ort mit riesigen Naturzerstörungen durch den fortschreitenden Tagebau Nochten, man kann es nicht im Ansatz mehr nachvollziehen.

Wir können nur abermals an das Verantwortungsbewusstsein der gewählten Vertreter gegenüber der restlichen Natur und gegenüber uns Bürgern, unsereren Kindern und Kindeskindern appellieren!

Schluss mit solchen Plänen! Industrie gehört in Industriegebiete und nicht in den Wald. Schluss damit! Schluss mit fragwürdigen Versprechungen, Schluss mit der Verknüpfung mit dem Ukrainekonflikt, um die Angst der Menschen unverschämt auszunutzen. HÖRT ENDLICH AUF! (Orga-Team)