Danke an Christian Penk für den Beitrag:
Zu einer weiteren Begehung mit dem Pilzspezialisten Dipl.Ing. Uwe Bartholomäus und Vogelkundler Gerald Freihöfer trafen
sich gestern u.a. Hubertus Scammell, Silvana Schulz und weitere Mitglieder der IG-Hochkippen.
Die Ausbeute an Pilzen fiel gering aus. Die Erstbegehung war ja nun auch
nicht in einer Hauptpilzzeit wie im Oktober/November. Bis auf einen
Kartoffelbovist und einen kleine Art Mykorhizaähnlichen Kleinpilz gab es
keine anderen Fundstücke. Die Begehung wurde ebenso genutzt um Standorte von
Pflanzen, die in Verbindung mit Pilzen stehen aufzusuchen. Hier u.a. die
blühende Rotbraune Stendelwurz und einige Wintergrünstandorte. Den
Besuchern wurde aufgrund des Auftretens von vielen verschiedenen
Insektenarten klar, dass die
Westkippenflächen der Mulkwitzer Hochkippe unangetastet bleiben müssen. Im
Vorjahr waren bereits die NABU um den Insektenspezialisten Wolf-Harald
Liebig auf der Mulkwitzer Hochkippe unterwegs. Auf der Ostkippe haben sich
die Fachkundigen vom Lebendstandort der Feldlerchen überzeugen können.
Da paradox und unverständlich laut Plan-Karte einige Ausgleichsflächen auf bereits
gewachsenen Gebiet zu finden waren(Doldenwinterlieb), kann man bei
der Bewertung der als „geringwertig bezeichneten Kiefernwaldflächen“ zum
Ergebnis kommen, dass eine weitere Aufwertung der vorhandenen Kiefernwälder
aufgrund Bodenverhältnissen und Standortbedingungen nicht mehr
möglich ist. Der Fachmann bezeichnete den umgebenden Kiefernwald als im
„Höchststadium seiner maximalen Entwicklungsfähigkeit“ und dieser hat
aufgrund der Bodenverhältnisse und Großbedingungen nun mal einen Wert als
Pilz- und Beerenwald und mehr geht dann da eh nicht. Es wurde ebenfalls in
Betracht gezogen, die Flächen um das NSG Schleife für eine Wiederansiedlung
des Auerhuhns vorzuschlagen. Für die Flächen der Mulkwitzer Hochkippe und
Rohner Ostkippe ist man der Meinung, die Entwicklung der Flächen mit einem
Gesamtgutachten zwecks Entwicklung von Kippenflächen hinsichtlich
Bodenbildung und Pilzstrukturen zu begleiten. Dies wäre auch notwendig für
die wissenschaftliche Entwicklung von neuen Landschaften. Der Bedarf hierzu
ist in der Lausitz aufgrund des Braunkohlenbergbau mehr als gegeben.
Es ist höchste Eisenbahn noch mal aktiv und sichtbar für die Natur zu sein,
denn nächste Woche ist wieder Gemeinderat und einige Gemeinderäte haben wohl
schon angekündigt die Beschlüsse bez. der Solaranlagenprojekte, die
ausgerechnet in der Sommerpause und unter Führung eines stellvertretenden
Bürgermeisters gefasst werden, abzusegnen. Wir sind gespannt auf den
eigentlichen Ausgang und werden auf jeden Fall vor Ort sein.
(C) Christian Penk