Info

Die Geschwindigkeit, mit der hier Fakten geschaffen werden sollen, ist atemberaubend. Noch bevor überhaupt nur ansatzweise klar ist, ob überhaupt eine Genehmigungsfähigkeit vorliegt, werden schon Infoveranstaltungen aus dem Boden gestampft. Noch ist nichtmal ansatzweise klar, ob die fatalen Hochkippenpläne eine Genehmigung erhalten, schon wird mit dem nächsten, noch größeren Naturzerstörungsprojekt geworben. Natürlich alles noch besser, noch größer, noch lukrativer….so will man uns eine riesige Naturzerstörung verkaufen.
Wem seine Heimat wichtig ist, wer auch seinen Kindern den letzten Wald erhalten möchte, der kommt am Mittwoch in den Saal des SKC zur „Infoveranstaltung der Investoren“.
𝐌𝐢𝐭𝐭𝐰𝐨𝐜𝐡, 𝟐𝟕.𝟒.𝟐𝟐 𝟏𝟖𝐔𝐡𝐫 𝐒𝐚𝐚𝐥 𝐒𝐊𝐙 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐞𝐢𝐟𝐞

Unser neuer Film für 2022 / Trailer

Vorab-Trailer unseres Kurzfilmes

Im Juni 2022 kommt unser neuer Kurzfilm, der emotional das Herz berührt.

Ein Film, der bittet, mitzuhelfen, eine gigantische Naturzerstörung im Herzen der Lausitz zu verhindern.

Freut Euch mit uns auf einen professionellen, bewegenden Film mit traumhaften Bildern unserer schönen Lausitzer Heimat. Dieser Film wird, soviel sei jetzt schon verraten, einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Produziert von Matthias Kays. https://www.matthias-kays.de

Stellungnahme NABU zum beabsichtigten Vorhaben

Ist auch „Öko“ drin wenn es drauf steht?


Ein Ökokraftwerk mit 1 Terawatt Leistung im Jahr, ganz und gar aus erneuerbaren Energien erzeugt, im Herzen der Energieregion Lausitz, ist genau das richtige Signal in diesen Tagen. Genauso verständlich ist die Freude in Schleife über die in Aussicht gestellten Arbeitsplätze nach vollendeter Investition in das Gesamtprojekt mit vier Bausteinen.


Nach der Gigafactory in Grünheide nun also eine Terafactory bei Schleife? Der Vergleich scheint gar nicht weit hergeholt, wenn der Flächenverbrauch von 870 ha dafür herangezogen wird. Und hier liegt das Hauptproblem. Es soll eine Fläche von über 900 Fußballfeldern an bisher unzerschnittenem Wald und Heideland umgewandelt werden in ein Industriegebiet. Christian Hoffmann, Vorsitzender der NABU-Regionalgruppe in Weißwasser, wendet ein: „Dies widerspricht, entgegen dem ersten positiven Eindruck zu diesem Projekt, komplett den Zielen der Landesplanung, die Neuversiegelung zu verringern, den Wald zu mehren, und zugleich widerspricht es auch den Zielen des Klimaschutzes.“
Großflächige Waldgebiete sind der beste Garant für ein ausgeglichenes Regionalklima in Zeiten des Klimawandels. „Der Kiefern-Monokultur-Forst muss durch Waldumbau fit gemacht werden für den Klimawandel, damit er seine Funktion auch in Zukunft erfüllen kann.“ sagt Christian Hoffmann. Eine so große Waldfläche zu opfern sei hingegen völlig kontraproduktiv, zumal hunderte Hektar Wald nicht mal schnell in der Umgebung aufgeforstet werden können. Alternativ kann die Sonnenenergie ab der nächsten Förderperiode für die Landwirtschaft in Form der Agrifotovoltaik auch auf landwirtschaftlichen Flächen gewonnen werden, ohne einen Baum fällen zu müssen. Es wäre dann nicht mehr zu Bauland umzuwidmen. Dies dürfte die Fotovoltaik im genutzten Offenland deutlich
attraktiver machen. Nicht zuletzt gibt es viele Dachflächen und Fassaden von privaten und gewerblichen Gebäuden, die sich für Solarstrom eignen und auch gefördert werden. Ein nicht ausgeschöpftes Potenzial aus „hundert Prozent Bürgerenergie“.


Richtig ist auch, dass im Planungsgebiet nur ein kleines Vorrang- und Eignungsgebiet für die Nutzung der Windenergie auf der westlichen Außenhalde durch die Regionalplanung vorgesehen wurde. (1) Ein solches Eignungsgebiet wäre die Voraussetzung für eine Genehmigung. Nun hat die Bundesregierung
ein 2-Prozent-Ziel der Gesamtfläche Deutschlands für die Errichtung von Windkraftanlagen ausgelobt. Derzeit sind es 0,8 % der Fläche. Dementsprechend könnte es notwendig werden, die Eignungskriterien anzupassen, um eine solche Flächenvergrößerung erreichen zu können. Fest steht jedoch weiterhin die Kompetenz bei der Regionalplanung um einem „Wildwuchs“ vorzubeugen.
(1) Zugleich erfordert es einen gesellschaftlicher Prozess und keinen Schnellschuss.

Gänzlich ungeeignet für die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und als Mittel gegen den Klimawandel ist die Nutzung von Holz. (3) „In Deutschland haben wir keinen Holzüberschuss für unseren Energiehunger, zumal das Holz viel zu teuer und wertvoll ist, um es zu verheizen.“ stellt Christian Hoffman fest. Wie schon in den bestehenden Holzverbrennungskraftwerken kommt das
Holz häufig aus den Ländern östlich von Deutschland oder gar aus Übersee, wo tausende Quadratkilometer Wald abgeholzt werden, andererseits wird die industrielle Holzenergieproduktion subventioniert. Nur Holz als Baustoff bindet über sehr lange Zeit Kohlenstoff. Der Druck auf die langsam wachsenden Forst- und Waldökosysteme nimmt zu. (2) Holz zu verbrennen kann also keine
allgemeine Praxis für die Erzeugung unseres Stromes und unserer Wärme sein, sondern nur ein kleiner Baustein, eher für den privaten Bereich.


Verständlicherweise wünschen sich die Bürger von Schleife billige Energie, Versorgungssicherheit, Arbeitsplätze und die Gemeinde Gewerbesteuer-Einnahmen. Doch mit diesem „Deal“ geht es wieder auf Kosten der uns alle erhaltenden Umwelt und ist somit alles andere als „öko“ und „sozial“.
„Spätestens jetzt müssen wir darüber diskutieren, wie wir in Zukunft leben dürfen, denn wir haben unser Konto längst überzogen. Die Natur kennt keinen Kredit oder Schuldenerlass, sondern nur die Trägheit des Ökosystems Erde, welches uns scheinbar noch Zeit gibt um katastrophale Auswirkungen
des vom Menschen verursachten Klimawandels abzuwenden.“, so das Fazit von Christian Hoffmann.


(1) Zweite Gesamtfortschreibung des Regionalplans für die Planungsregion Oberlausitz-Niederschlesien
(Entwurf)

(2) NABU-Studie des Frauenhofer-Instituts für angewandte Informationstechnik FIT

Investoren des Ökologischen Kraftwerks bekommen Gegenwind (Lausitzer Rundschau)

Auszug aus dem Artikel der Lausitzer Rundschau vom 29.03.2022:

„… Die Ankündigung einer Investorengruppe, in Schleife rund 500 Millionen Euro für ein Ökologisches Kraftwerk investieren zu wollen, hat bei der Interessengemeinschaft Mulkwitzer Hochkippen für Entsetzen gesorgt. Es ist sogar schon von einem Skandal die Rede. …“

Zum kompletten Artikel der Lausitzer Rundschau bitte hier klicken.

Besorgniserregende Entwicklungen

Zu den geplanten Freiflächen- PVA, die auf und an den Mulkwitzer Hochkippen durchgesetzt werden sollen, wobei allein 131ha Wald fallen sollen, kommt nun mitten im offenen Genehmigungsverfahren ein neues Projekt daher, welches den ganzen Irrsinn um die Hochkippenpläne sogar in den Schatten stellt, wenn es in die B-Planung gehen sollte.

Was wir bisher wissen: Betroffen ist das gesamte nordöstliche Gebiet unterhalb der Mulkwitzer Hochkippen, eine gigantische Fläche von unglaublichen 870 ha, derzeit zu 100% bewaldet mit bis zu 120 Jahre altem Kiefernbestand. Geplant sind:

-ein Werk zur Herstellung von Speichern mit bis zu 150 Arbeitsplätzen -ein stromproduzierendes „ökologisches“ Kraftwerk

-zusätzlich ein Werk zur Herstellung von ökologischen Lebensmitteln, was immer das auch sein mag, mit nochmal „bis zu“ 150 Arbeitsplätzen

– weitere Flächen für Windkrafträder

-eigener Bahnanschluss

Das heißt, ein intaktes zusammenhängendes riesiges Waldgebiet soll in ein Industriegebiet umgewandelt werden! 870ha werden laut Investoren dafür benötigt, diese 870ha sollen laut Aussagen umzäunt und zu Betriebsgelände umgeschrieben werden. Wieviel Fläche der 870ha tatsächlich gerodet werden, wissen wir nicht, was wir aber wissen, ist die Tatsache, dass diese 870ha der Natur genommen werden sollen.

Betriebsgelände sind definitiv keine Naturfläche mehr. Aufgrund der Pläne muss man davon ausgehen, dass großflächige Rodungen angedacht sind. Mehrere hundert ha, wenn nicht sogar alles! In Kumulierung mit den bereits vorliegenden Hochkippenplänen reden wir also mittlerweile von einer Fläche von weit über 1000ha Natur-und Waldverlust. 10 Quadratkilometer.

Ein in Deutschland zweifelsohne einmaliger Vorgang! Nirgends, definitiv nirgends, wird jemand nur ansatzweise eine Fläche dieser Dimension opfern wollen! Und das ausgerechnet in Schleife, dem Ort mit riesigen Naturzerstörungen durch den fortschreitenden Tagebau Nochten, man kann es nicht im Ansatz mehr nachvollziehen.

Wir können nur abermals an das Verantwortungsbewusstsein der gewählten Vertreter gegenüber der restlichen Natur und gegenüber uns Bürgern, unsereren Kindern und Kindeskindern appellieren!

Schluss mit solchen Plänen! Industrie gehört in Industriegebiete und nicht in den Wald. Schluss damit! Schluss mit fragwürdigen Versprechungen, Schluss mit der Verknüpfung mit dem Ukrainekonflikt, um die Angst der Menschen unverschämt auszunutzen. HÖRT ENDLICH AUF! (Orga-Team)

Ökoenergie-Millionenprojekt für Schleife – Chance oder Skandal?

Schleife bei Weißwasser gehört zu den am stärksten vom Strukturwandel betroffenen Gemeinden in der Lausitz. Der Kohlebagger hat in den vergangenen Jahrzehnten dem Ort Land geraubt. Auch Mühlrose soll noch verschwinden. Schleife am Rande des Tagebaus Nochten braucht eine Perspektive. Bei Bürgermeister Jörg Funda hat sich eine Investorengruppe vorgestellt. Sie will hinter den Hochkippen ein ökologisches Kraftwerk mit vier Modulen errichten,  mit 30 Windrädern sowie Photovoltaik, einer Produktion von Wärmespeichern und einem Holzenergiewerk. Bürgermeister Jörg Funda geht von mindestens 300 Arbeitsplätzen aus. Der Flächeneigentümer bringe 870 Hektar ein. 

Pro Jahr könnte eine Terrawattstunde – also eine Milliarde Kilowattstunden – Energie erzeugt werden, so der Bürgermeister. Die Gemeinde könnte auf lange Sicht preiswert Strom und Wärme beziehen.

Kritik kommt von der Bürgerinitiative. Sie befürchtet, dass für das Vorhaben hunderte Hektar Wald geopfert werden. Daniel Jakubik, Mitglied Interessengemeinschaft  Mulkwitzer Hochkippen, spricht von einem sehr fragwürdigen und skandalösen  Projekt. Er fürchtet um das letzte zusammenhängende Waldgebiet in der Gemeinde. Es gehe um 870 Hektar Wald, „die verschwinden sollen“. „Stimmt nicht“, entgegnet der Bürgermeister. „Diese Zahl ist falsch.“ Die Flächenplanung soll in Kürze vorgelegt werden.

Noch ist nichts entschieden. Es gibt bislang nur eine Willensbekundung des Gemeinderates: Die Mehrheit steht dem Projekt aufgeschlossen gegenüber.

Der gestrige Radiobeitrag als Audio und in Schriftform. Zu den Ausführungen des Herrn Bürgermeister sagen wir mal gar nix, ausser, dass wir definitiv nicht lügen, sondern die Dinge beim Namen nennen und im Gegensatz zu ihm noch für unsere Zukunft mit Natur kämpfen. So etwas nennt sich Verantwortung! Dass er es nicht für nötig hielt, mit uns im Vorfeld mal zu sprechen, sagt auch einiges aus. Für die BI stand Daniel vom OrgaTeam Rede und Antwort. (Quellenangabe: radiolausitz.de)

Zum gesamten Beitrag mit Audiodatei von radiolausitz.de bitte hier klicken.

Industrieanlagen im Wald??

Fassungslos stehen wir dem Treiben gegenüber, welches sich gerade in Schleife offenbart. Klammheimlich wurde von verantwortungslosen Menschen ein Großprojekt „an Land gezogen“, welches weitere knapp 900 ha Wald unterhalb der Hochkippen vernichten wird. Zusammen mit den Hochkippenplänen reden wir dann von weit über 1000ha Wald, die rücksichtslos vernichtet werden sollen. In Schleife, wo besondere Sorgfalt gegenüber dem Rest Natur eigentlich oberste Bürgerpflicht sein müsste aufgrund der riesigen Waldverluste durch den Bergbau, wird auf unseren Rücken der Rest der Natur ohne Skrupel, ohne Gnade, ohne Emphatie , der Vernichtung preisgegeben. Windkraft, Solar und ein sogenanntes „ökologisches Kraftwerk“, gepaart mit den üblichen Versprechungen und Phrasen zu Arbeit und Finanzen, werden das letzte zusammenhängende Waldgebiet vernichten. Die letzten Rückzugsorte der Tiere, die letzten Orte der Naherholung, die letzten Reste Natur!
Weit mehr als 1000ha! Man stelle sich diese irrsinnige Zahl vor. Ein einmaliger Vorgang, ein Skandal, der einfach nur sprachlos macht!
Wer kann uns helfen, Kontakt zu einem engagierten Anwalt herzustellen, der uns unterstützen würde? Wir Bürger müssen jetzt alles tun, was uns möglich ist, um die letzte Natur für unsere Nachfahren zu erhalten! (Orga-Team)

Photovoltaik ohne Waldrodung

Sehr geehrter Herr Bürgermeister der Gemeinde Schleife, sehr geehrte Gemeindevertreter der Gemeinde Schleife! Bitte lesen Sie folgenden Artikel. Das wäre eine wirklich nachhaltige Option für unsere Gemeinde und die bessere Alternative zum aktuellen Vorhaben. Noch besteht die Chance, der beabsichtigten Naturraumzerstörung den Riegel vorzuschieben. Bitte bedenken Sie, Ihre Entscheidungen haben Auswirkungen weit über Ihre Amtszeit hinaus. Hier geht es nicht nur um die kurzfristige Sicherung von materiellen Vorteilen Einzelnder, sondern vorallem um die Erhaltung unserer direkten Umwelt.

  • ein verlässlicher Partner der Region baut umweltverträglich und effektiv,
  • kein fragwürdig wirkender Investor ohne jegliche Referenzen in Deutschland,
  • kein rücksichtsloser Bau mitten in ein wertvolles Waldgebiet,
  • nicht gegen den Willen der Bürger,
  • langfristig mit Bedacht geplant (Orga-Team)