Folgende Tier- und Pflanzenarten sind bisher in diesem Naturraum nachgewiesen worden. Diese Liste ist natürlich nur ein Auszug der bekanntesten dort vorkommenden Arten und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der Begriff „Rote Liste“ bedeutet, dass diese Pflanzen- oder Tierart vom Aussterben bedroht ist und daher besonders schützenswert ist.

Säugetiere:

  • Rothirsch (Cervus elaphus)
  • Damhirsch (Dama dama)
  • Reh (Capreolus capreolus)
  • Feldhase (Lepus europaeus)
  • Wildschwein (Sus scrofa)
  • Rotfuchs (Vulpes vulpes)
  • Europäischer Dachs (Meles meles)
  • Wolf (Canis lupus) Streng geschützt!
  • Großes Mausohr (Myotis myotis)
  • Großer Abendsegler (Nyctalus noctula)

Vögel:

  • Mäusebussard (Buteo buteo)
  • Rotmilan (Milvus milvus) Streng geschützt!
  • Schwarzmilan (Milvus migrans)
  • Seeadler (Haliaeetus albicilla) Streng geschützt!
  • Grünspecht (Picus viridis) Sehr selten!
  • Schwarzspecht (Dryocopus martius)
  • Buntspecht (Dendrocopos major)
  • Raubwürger (Lanius excubitor) Rote Liste!
  • Heckenbraunelle (Prunella modularis)
  • Wiedehopf (Upupa epops) Rote Liste!
  • Kuckuck (Cuculus canorus)
  • Kranich (Grus grus) Streng geschützt!
  • Goldammer (Emberiza citrinella) Sehr selten!
  • Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) Rote Liste!
  • Wendehals (Jynx torquilla)

Amphibien / Reptilien:

  • Erdkröte (Bufo bufo)
  • Teichfrosch (Rana esculenta)

Insekten / Wirbellose:

  • Rotflügelige Schnarrschrecke (Psophus stridulus) Rote Liste!
  • Italienische Schönschrecke (Calliptamus italicus) Rote Liste!
  • Blaugeflügelte Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) Rote Liste!
  • Feldgrille (Gryllus campestris) Rote Liste!
  • Großer Feuerfalter (Lycaena dispar) Rote Liste!
  • Kleiner Waldportier (Hipparchia hermione) Sehr selten!

FLORA&FAUNA
Die Mulkwitzer Hochkippe ist in Privathand und die Waldflächen wurden bis 2018 nicht groß bewirtschaftet, waren fast 40 Jahre fast unberührt.
Es gibt heute mehrere Tümpel und kleine Teiche auf der Mulkwitzer Hochkippe, die neben Löschteichen meist angelegt wurden. Einige Wasserlöcher bildeten sich mit der Zeit selbst. Tierarten wie Rot-, Dam-, Schwarz-, Rehwild, Fuchs, Hase, Wolf, Mäusebussard, Rotmilan, Schwarzmilan, Seeadler, Grünspecht, Kranich, Stockente, Pirol, Kuckuck, Feldlerche, Heidelerche, Sperbergrasmücke, Haubenmeise sind an und auf der Hochkippe heimisch geworden oder nutzen das Gebiet als Aufenthaltsort oder Futterbasis, also als Habitat.
Von Amphibien haben sich bisher an einem Teich, dem Rohner Luschk 2014 Jahren Erdkröten gezeigt. Teichfrösche haben sich angesiedelt.
Auf den Trockenwiesen und an den Waldrändern sind seltene Schmetterlinge wie Wachtelweizen-Scheckenfalter, Großer Fuchs, Trauermantel, Kaisermantel, Großer Perlmuttfalter, Kleiner Perlmuttfalter, Gemeiner Bläuling, Faulbaumbläuling, Rotbraunes Ochsenauge, Grünspanner, Kleiner Feuerfalter, Segelfalter, Wiesenvögelchen, der Grüne Zipfelfalter zu bewundern und auf den Trockenwiesen u.a. seltene Insektenarten wie die Blaugeflügelte Ödlandschrecke, die Italienische Schönschrecke, die Rotgeflügelte Schnarrschrecke, den Warzenbeißer, das Heupferdchen, die Feldhummel, die Dolchwespen. An Totholzplätzen und Ameisenhaufen, hat sich die Rote Waldameise angesiedelt. Man erzählt sich, daß die Waldameisen mühsam auf der Hochkippe angesiedelt wurden. Am unteren Randbereich des Kiefernwaldes lebt der seltene Kiefernprachtkäfer. Die Fledermäuse Großes Mausohr und der Abendsegler finden ihre Nahrung in den vielen Tümpeln im Bereich der Mulkwitzer Hochkippe. Die Muskauer Heide gehört oft zu den waldbrandgefährdeten Gebieten in den vielen heißen Sommern (Niederschlagsmenge ca. 420-750 mm/m²), sodaß die Tümpel manchmal vollkommen austrocknen können. Es ist trotzdem meist ein gutes Pilzgebiet, besonders Butterpilze, Semmelpilze, Maronen, Birkenpilze, Pfifferlinge.
An den Unterkanten der Hochkippe und in Senken haben sich Moose wie Widertonmoos, Sumpftorfmoos wieder angesiedelt. An Wegen und Hanglagen bildet sich nun nach 50 Jahren langsam wieder eine Mutterbodenschicht von etwa 5cm aus, auf der ebenso je nach Bodenuntergrund, Sand, Mineralien oder Muttererde wieder Moose ausbilden. Gabelzahnmoos, Brunnenlebermoos, Glashaarmoos, Weißmoos, Tamarisken-Thujamoos, Frauenhaar, Stermpolstermoos sind wieder heimisch geworden.
Unter der Hochkippe existierende Preiselbeer und Blaubeervorkommen haben sich etwa bis 20m in den Kippenbereich hineinentwickelt.
Botanik: u.a. Dorniger Wurmfarn, Hundsveilchen, Sandstrohblume, Bergjasione, Heidenelke, Grasnelke, Tausendgüldenkraut, Wiesenglockenblume, Mauerpfeffer, Katzenpfötchen, Hundszunge, Großes Zweiblatt, Breitblättriger Sitter, Rotbrauner Sitter, Gelbe Teichrose, Rote und Weiße Seerose, Uferschachtelhalm, Besenheide, Golddistel, Sanddorn, Landreitgras, Sommerflieder, Moosauge, Kleines Wintergrün, Birngrün, Graue Segge, Bärenschote, Sandsegge, Gemeiner Steinquendel.
Randbereich: Biotop Dainzotz Flügel: Moosauge, Winterlieb, Kleines Wintergrün, Grünliches Wintergrün…
Baumarten:
Kiefer, Birke, Roteiche, Weiß- und Roterle, Aspe, Weide, Robinie, Traubeneiche, Feldahorn, Europäischer Lärche und Winterlinde
Lebensraumtypen: Trockenwiese, Caluna-Heidefläche(n), trockener Kiefernwald, Abflusslose Gewässer/Teiche/Tümpel, Bodensaurer Eichenmischwald, Hangerlenwald. (Autor: Christian Penk)