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Bürgerinitiative Mulkwitzer Hochkippen

Besichtigung der Hochkippen mit Vertretern der Partei AFD

Teil 2 der Führung für politische Vertreter in dieser Woche.
Heute waren der MdL, Umweltpolitischer Sprecher und Landes- und Fraktionsvorsitzende der AFD Sachsen Jörg Urban, MdL Roberto Kuhnert, MdL und forstpolitischer Sprecher René Hein MdL zu Besuch. So begannen wir heute auf der Ostkippe, welche schnell in ihrer Eindrücklichkeit ihren Wert klar machte und als Krönung eine Rotwildsichtung bereithielt.
Auf der Westkippe durften wir einmal mehr ein Kranichpaar beobachten, die Walderdbeeren schmeckten 😉 und die Mischwaldflächen taten ihr Übriges zur Überzeugung der Besucher.

Das Zusammenspiel von Frei- und Waldflächen, von Plateau- und Hanggebieten wurde wieder einmal mehr als deutlich. Das Gebiet in seiner gesamten Dimension spricht eben einfach für sich. 🙂

Wir freuen uns über das Interesse an unseren Bemühungen auch von Seiten der AFD-Politiker. Die Vertreter der AfD Görlitz sowie der AfD Sachsen sagten uns im Ergebnis der fast 3-stündigen Tour durch das Gelände ihre volle Unterstützung beim Schutz des Terrains zu. Dafür schon jetzt ein riesengroßes DANKE.

Unser Wunsch ist ein fairer Umgang und ein gutes Miteinander aller politischen Fraktionen zu diesem sensiblen Thema. „Umweltschutz“ (in diesem Fall die Energiewende) kann nicht auf der Basis von Zerstörung gewachsener Ökosysteme funktionieren. Das, was vorhanden ist, muss unbedingt erhalten und geschützt werden! Und das sollte eben nicht nur ein „Interesse“ sein, welches es abzuwägen gilt, sondern als unbedingtes MUSS angesehen werden, denn die Natur ist unser Lebensraum, unsere Lebensgrundlage. (Orga-Team)

Besichtigung der Hochkippen mit Vertretern der Partei DIE LINKE

Heute folgte Teil 1 der Führungen für politische Vertreter in dieser Woche.
Zu Gast waren die Landtagsabgeordnete Antonia Mertsching und Heike Krahl von der Partei DIE LINKE. Kreisverband Görlitz .

Zunächst ging es auf das Plateau der Westkippe, wo wir die Dimension der geplanten Zerstörungen (Solar- UND Windkraft) erläuterten und unsere Standpunkte austauschten.
Klar ist sicherlich für beide Seiten, dass es ohne erneuerbare Energie in der Zukunft nicht geht.
Klar machen wollten wir aber auch, dass es eben nicht überall geht und umfangreiche Zerstörungen der Natur durch nichts zu rechtfertigen sind, natürlich auch nicht durch „grünen Strom“.
Wir erläuterten, wie prekär die Lage derzeit ist und in welcher Dimension hier geplant wird. ( u.a. das Novum, über 100ha Wald für einen Solarpark zu roden, was es in dieser Dimension in Deutschland noch nie gab und auch die Tatsache, dass gerade Schleife als Gemeinde eine besondere Verantwortung gegenüber der noch verbliebenen Natur hat in Hinblick auf die riesigen Zerstörungen durch den Tagebau).

Es entwickelte sich ein sehr angenehmer Gesprächsaustausch.
Nebenbei erkundeten wir die Hochkippe West, die sich heute im schönsten Sonnenlicht zeigte. Viele Tiersichtungen gab es aufgrund der Uhrzeit und der großen Wärme nicht, ein Feldhase, eine Hirschkuh und später ein majestätischer Rothirsch mit Bastgeweih ließen unsere Besucher doch einen schönen Eindruck von dieser Idylle gewinnen.
Zum Abschluss gab es noch einen kurzen Abstecher auf das Plateau der Ostkippe, wo wir den Ausblick über die riesige Plateaufläche, untermalt vom Singen der Feldlerchen und Zirpen der Grillen, genießen durften.

Danke an Antonia Mertsching und Heike Krahl für den interessanten Austausch und wir hoffen, dass wir die Besonderheit des Gebietes gut rüberbringen konnten. 😊

Wir hoffen, dass die Politik uns unterstützt, dieses einmalige Gebiet zu erhalten und mit uns gemeinsam für alternative Standorte eintritt. Erneuerbare Energie, ja klar, aber nicht in unzerschnittenen und wertvollen Ökosysteme! (Orga-Team)

Internationaler Tag der Umwelt

Heute ist der Tag der #Umwelt. Ein Tag um innezuhalten und uns unserer Abhängigkeit bewusst zu werden. Unserer Abhängigkeit von einer funktionierenden Natur. Jeder Quadratmeter Ökosystem ist extrem wertvoll, da viel zu lange schon Raubbau betrieben wurde. Hochmut, Geldstreben wird uns allen bald „teuer“ zu stehen bekommen.

Allen erneut ein herzliches Dankeschön für jede Unterstützung! Ihr seid die Besten!
Habt alle ein wunderschönes sonniges Wochenende! ☀️

Insekten schützen – Vielfalt bewahren!

Als Nachtrag zur Wanderung am 29.5.2021, hier der Bericht von Christian Penk.

Bei wechselhaftem Wetter zwischen Regen und Sonnenschein waren etwa 50
Menschen der IG Mulkwitzer Hochkippen zu einer aprilhaften
Frühlings-Wanderung im Mai aufgebrochen. Zur Begrüßungsrede für den
historischen Abriss um die Mulkwitzer Hochkippen meldeten sich im
Hintergrund Kuckuck, Schwarzspecht und Mönchsgrasmücke zu Wort. Zuerst ging
es auf die Mulkwitzer Hochkippe West, vorbei an einem Stapel Birkenholz, wo
der Rotbraune Sitter noch nicht vollständig aus dem Holz hervorgewachsen
war. Auf dem Wegstreifen waren ebenso noch keine Orchideen zu erkennen. Es
ging an der westlichen Außenkante zu einem Birkenbuschwald am Hang. Die
Sonne zeigte sich und schon waren die Schmetterlinge auf der Wiese zugange.
Ein Brauner Feuerfalter, ein gemeiner Bläuling, Kohlweißlinge, Grüner
Zipfelfalter, Heidespanner, Segelfalter und Trauermantel zeigten sich. Auf
den Wiesen blühten gerade Wiesenglockenblume, Magerite, Wiesenboxbart,
Ackerhelmkraut, Wolfsmilch. Schade, daß der Bauer wieder mal die
Kräuterwiese umgebrochen hatte. Durch die mehrfachen Umbrechungen werden
eigentlich häufige heimische Arten wie die Wiesenglockenblume, Magerite,
Wiesenboxbart wieder und noch mehr zu Raritäten werden. Die Sandstrohblume
ist ebenfalls nicht all zu oft vertreten. An den Teichen wechselten
akkustisch Teichrohrsängers und Teichfrösche. Wieder setzte der Regen ein,
der dann aber wieder schnell aufhörte und die Sonne sich durch die Wolken
kämpfte. An der Heuschreckenwiese war bei dem kühlen Wetter gar nichts los.
Jedenfalls nur Schmetterlinge. An der Hütte gab es dann einen kleinen
Imbiss. Weiter ging es zu einem flechtenbewachsenen Lerchenbestand, wo
Hubertus Scammel die Maßnahmen im Waldumbau erläuterte, den Versuch damit
mehr Vegetation in die Kiefernbestände zu bringen. Nach dem Imbiss dann ging
es auf die Mulkwitzer Hochkippe Teil Rohner Ostkippe. D.Jakubik erläuterte
die Fauna und Flora auf dem Plateau, nachdem wir beim Aufstieg 8
Wildschweine beobachten konnten. Herunter zum Schluß führte die Wanderung an
einem kleinen Seggenried vorbei zurück zum Parkplatz. Erstaunlich viele
Menschen von außerhalb der Wanderung gingen auf der Hochkippe wandern. (Text und Bilder Kito Pjenk)

Wanderung über die Hochkippen

Nach einem arbeitsreichen Freitag (Führung mit Politik, Treffen NABU mit Dokumentation Seeadlerhorst)
war es heute soweit:
Eine Wanderung mit dem „harten Kern“ unserer Bürgerinitiative stand an. Ausgeschmückt mit wichtigen Informationen zum Habitat.
Ein kleines Dankeschön vom Orga-Team für die großartige Unterstützung der zur Zeit etwa 50 aktiven Mitstreiter, die bei allen Aktionen tatkräftig helfen.

Zum Start erläuterte Hubertus Scammel nochmal die Entstehungsgeschichte und die ökologische Bedeutung des Hochkippen-Habitats.
Danach ging es auf die Westkippe.
Das Wetter spielte zwischendurch nicht ganz mit, dies tat dem Erlebnis keinen Abbruch.
Eine atemberaubende Naturlandschaft zeigte sich in ihrem schönsten Kleid und es gab wohl niemanden, der nicht tief beeindruckt war.
An der alten Jagdhütte wartete ein von uns vorbereiteter Mittagsimbiss.
Danach ging es weiter zur Ostkippe.
Dort war natürlich die riesige Plateaufläche das Beeindruckendste.
Ein paar Wildschweine leisten uns kurzzeitig Gesellschaft und wir beobachteten Rohrweihen und Turmfalken bei der Jagd auf Nahrung.
Die Musik der Feldlerchen, die auf der Ostkippe zahlreich vertreten sind, sorgte ebenfalls für Begeisterung.
Es war einfach ein super Tag und wir vom Orga-Team möchten uns nochmal herzlich bei Allen bedanken, die teilnahmen und freuen uns, dass wir soviele aktive Bürger bei uns wissen.
Wir alle zusammen sind uns einig, dass wir alles tun werden, was uns möglich ist, um dieses Paradies vor der Zerstörung zu bewahren. (Orga-Team)

Erfassung Rote Liste Arten

Zwischenstand:
Auf den Hochkippen 110 (!) erfasste RoteListe/ national geschützte Arten Flora und Fauna. Liste noch nicht komplett. Danke an Christian Penk, Familie Brozio, Mario Trampenau, Christian Hoffmann und weitere für diese Zuarbeit.
Genauere Infos dazu bei der Infoversammlung am 18.6.

Wir haben nicht vor, in den Verteidigungsmodus zu verfallen, jedoch drängt sich uns manchmal der Richtigstellermodus 😉 auf. So heute zum Artikel im aktuellen Amtsblatt der Gemeinde Schleife – dort die Wortmeldung des Ortsvorstehers Herr Goldstein.
Mehrfach wird betont, dass es sich bei den gegenständlichen Flächen um private Flächen handelt. Ja, das ist natürlich so richtig, aber im Zusammenhang mit der derzeit zur Entscheidung anstehenden Thematik „Aufstellungsbeschluss“ nicht relevant. Dem Vernehmen nach ist es so, dass es sich gem. Baugesetzbuch um sogenannten Außenbereich handelt, für den bislang kein Bebauungsplan vorliegt. Die Gemeinde stellt gem. § 1 Baugesetzbuch den Bauleitplan auf – hierauf gibt es jedoch keinen Anspruch, was die sogenannte Planungshoheit der Gemeinde ausmacht. Insofern ist das darauf folgende Verfahren zwar nach Aufstellungsbeschluss – also nach einem „Ja“ der Gemeinde – ein gesetzlich geregeltes Verfahren aber alles andere als „gesetzlich vorgeschrieben“. Diese Äußerungen lassen den Anschein erwecken, dass man um dieses Prüfungsverfahren nicht umhin kommt. Dem ist nicht so. Würden die Gemeinderäte in einer Abstimmung gegen den Aufstellungsbeschluss stimmen, wäre die Bebauung Mulkwitzer Hochkippen vom Tisch. Eine weitere Prüfung würde sich erübrigen. Da kommt es nicht darauf an, dass es sich um privaten Grund und Boden handelt, der im übrigen in diesen Fällen von jedem frei begehbar ist. Warum dies immer und immer wieder so deutlich betont wird, erschließt sich uns nicht. Wir sind natürlich keine Juristen, betonen daher – auch in den Gesprächen – die Notwendigkeit von unabhängiger Rechtsberatung – und anschließender entsprechender Unterrichtung der Öffentlichkeit.
Recherchen aus vielen anderen Gebieten Deutschlands – und diese Recherchen kann jeder sehr gern selbst vornehmen (wir machen nämlich häufig nichts anderes, außer mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen) – zeigen, dass die Prüfungsverfahren sehr häufig zugunsten der planenden Parteien ausgehen.
Welche vermutete Aspekte, die nicht den Tatsachen entsprechen, Herr Goldstein wohl meint, erschließt sich uns nicht und wir wurden auch nicht von ihm um Aufklärung gebeten. Das ist schade, denn das würde zu „achtsamem“ Umgang miteinander gehören. Leider durften wir in den vergangenen Wochen in der Realität komplett etwas anderes als Achtsamkeit und Rücksichtnahme wahrnehmen … wir hatten es schon thematisiert.
Sehr interessant finden wir den letzten Absatz zum Thema Vorteilsnahme. Das hatten wir in der Tat so noch garnicht ausführlich bedacht, ehrlich gesagt. Gute Idee, dem vielleicht einmal nachzugehen. Wobei das natürlich einen Straftatbestand erfüllen würde und davon gehen wir einfach in diesen Fällen nicht aus. Auch die Wahrnehmung von bestimmten Handlungen als gewählter Vertreter zum Beispiel wäre dann natürlich aus einem anderen Gesichtspunkt zu betrachten, auch abseits der Vorteilsnahme – hier genügt sicher schon die direkte Betroffenheit. Also es macht immer Sinn, sich mit den Ansichten der anderen zu befassen – manchmal befruchtet das die eigene Sichtweise und bringt einen auf neue Ideen. Bleiben wir also achtsam, aufmerksam und hoffnungsvoll. :-).
Ein kleiner Zusatz noch – auch aus der Erfahrung der vergangenen Wochen. Es wird ab und an verwechselt, was WIR schreiben und sagen und was FB-Nutzer kommentieren. Die Kommentare werden dann ganz gern uns zugeschrieben. Selbstverständlich kann hier jeder – in vernünftiger Art und Weise – seine Meinung kundtun, was nicht automatisch heißt, dass wir uns jede Wortmeldung zu eigen machen. Logisch, oder? (Orga-Team)
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